Foto: Andres Siimon
Mit Unverständnis reagieren die Jusos im Bodenseekreis auf die Ablehnung des Solarparks in Friedrichshafen.
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Mit Unverständnis reagieren die Jusos im Bodenseekreis auf die Ablehnung des Solarparks in Friedrichshafen.
„Der geplante Solarpark zwischen Schnetzenhausen und dem Fallenbrunnen wäre ein wichtiger und notwendiger Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung und lokaler Wertschöpfung,“ meint Tiark Tiwary, Kreisvorsitzender der Jusos. Der Naturhaushalt und die Artenvielfalt würden von einer extensiven Beweidung unter den Solarmodulen sogar gewinnen, denn anders als heute würde weder gedüngt noch Pestizide versprüht. Die Eingriffe in das Landschaftsbild wären durch Heckensträucher gemildert worden. „Eine Umwandlung der Flächen zu Intensiv-Obstplantagen mit Hagelnetzen hätte viel gravierendere Folgen und ließe sich nicht verhindern,“ sagt Tiwary.
Unverständlich ist für die Jusos die ablehnende Haltung von CDU und FDP. Während beide auf Bundesebene fast täglich die Stabilität und Autarkie der deutschen Stromversorgung anmahnten, stelle man sich hier gegen ein Projekt, das genau dazu beitrage, die Energieversorgung zu stabilisieren. Hier würden Klimaziele und Ausbaupläne für Solarenergie beschlossen, doch wenn es konkret werde und sich Grundeigner und private Investoren engagieren, wolle man davon nach dem Sankt Florian-Prinzip nichts mehr wissen. Große Solarparks seien nötig, weil Dach- und Parkplatzanlagen allein nicht ausreichten und viel langsamer umgesetzt werden könnten. „Schöne Reden sind nichts wert, wenn es in der Praxis an Mut und Konsequenz fehlt. Wer die Energiewende wirklich will, muss auch bereit sein, vor Ort Entscheidungen zu treffen, die diesem Ziel dienen.,“ mahnt Tiwary.
Auch die Stadtkasse würde von einer Gewinnbeteiligung profitieren. Diese könnte für den Klima- und Umweltschutz eingesetzt werden, was der Bürgerschaft unmittelbar zugutekäme.
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